Schauen · Riechen · Fühlen · Schmecken

Es geht in eine neue Runde: Wer hautnah das Bäckerhandwerk erleben möchte, darf sich auf die „Woche der offenen Backstuben“ freuen.
Vom 18. bis 23. Mai 2026 laden wir Bio-Bäcker Berlin-Brandenburg dazu ein, uns beim Handwerk über die Schulter zu schauen.

Bäckerhandwerk erleben und hinter die Kulissen schauen

Ein Herz fürs Handwerk: vom 18. bis 23. Mai 2026 startet wieder die Woche der offenen Backstuben. Dabei bekommen Besucher die Gelegenheit, dem Schaffen fleißiger Hände in den Bio-Backstuben über die Schulter zu schauen. Denn gutes Handwerk scheint in Zeiten industrieller Fertigung ein seltenes Gut zu werden, was es umso wertvoller macht.

Zwölf zertifizierte Bio-Bäckereien in Berlin und Brandenburg öffnen ihre Pforten und bieten Interessierten einen Blick hinter die Kulissen. Ob Einblicke in die Produktion, Kennenlernen der Menschen hinter dem „täglichen Brot“ oder sich selbst einmal am Backen ausprobieren: Über 30 Veranstaltungen laden zum Motto „Schauen, Riechen, Fühlen und Schmecken“ ein. Sie finden in Berlin in Charlottenburg, Neukölln, Mitte, Prenzlauer Berg, Mariendorf und Wilmersdorf statt, in Brandenburg sind es Potsdam, Wustermark, Bad Saarow und Rohrlack. Besondere Angebote gibt es dabei auf für Kinder. Ebenso ist der Nachwuchs, der sich für den handwerklichen Bäckerberuf interessiert, herzlich eingeladen. Wie immer gil die Devise: rasch anmelden, denn die Veranstaltungen sind schnell ausgebucht.

Vielfalt des Bäckerhandwerks

Wer morgens in eine Bäckerei kommt, den begrüßt schon früh der Duft und die Vielfalt leckerer Backwaren. Doch dahinter steckt viel handwerkliche Arbeit, die zuvor während der Nacht geschieht. Kneten, rollen, rühren, backen – all das erledigen viele fleißige Hände Stunden zuvor, damit ein solches Sortiment auch morgens angeboten werden kann. Mit dem Öffnen der Türen möchten die Bio-Bäcker veranschaulichen, was alles dahinter steckt. Sie zeigen, was handwerklich gefertigte Brote und Backwaren wirklich ausmachen. Welche Bio-Backzutaten dazu gehören und welche nicht. Auch erläutern sie, warum ein gutes Brot eine lange Teigführung braucht, warum man dem Teig möglichst lange Ruhezeiten gönnt. Und warum es da nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die Bekömmlichkeit geht. Desweiteren geben die Bäcker und Konditoren den Besuchern viele Tipps rund ums Backen und beantworten Neugierigen gerne fachkompetent ihre Fragen. Ebenso wird erläutert, welchen Stellenwert Bio-Rohstoffe aus der Region haben und was hiesige Wertschöpfungskreisläufe bedeuten. Und warum gerade lokale Lieferanten besonders in heuten Zeiten wichtig für eine Planbarkeit sind. Mit diesem Blick hinter die Kulissen möchten die Betriebe nicht nur für mehr Verständnis und Transparenz für ihr Handwerk sorgen, sondern auch möglichen Nachwuchs neugierig machen.

Backstuben- und Mühlenführungen und Backen mit Kids

So bietet beispielsweise der Charlottenburger Brotgarten nach dem Motto „Meet your local baker“ eine Backstuben- und Mühlenführung an plus „Backen unter freiem Himmel für Groß und Klein“. Auch bei Märkisches Landbrot und der Bio Konditorei Tillmann findet eine Backstuben- und Mühlenführung statt, mit anschließender Verkostung. Das BioBackhaus bietet einen Rundgang durch die Bäckerei und Konditorei, mit fachmännisch geleiteter Brotverkostung beliebter Produkte. Bei der Jute Bäckerei lernt man, glutenfreie Bagels und Donuts zu backen. Bäckerei Fahland veranstaltet eine Backstubenführung mit „Backen für Kids“ – gebacken wird mit feinem Hefeteig, auch lernt man Dinkelbrot zu backen. Die Bäckerei Vollkern bietet ebenfalls einen Backkurs für Kinder an – die Eltern können parallel eine Backstubenführung mitmachen. Bei Beumer & Lutum kann man „Seelen aufarbeiten“ (gemeint ist das schäbische Langgebäck), die Backstubenführung mitmachen und einem Azubi über die Schulter schauen. Zeit für Brot bietet eine Brotverkostung mit einem Bäckermeister: alles über Langzeitführung, Sauerteig und Rohstoffe aus ökologischem Anbau. Weichardt Brot lädt zum Mitbacken ein: Vollkornbrötchen entstehen, daneben führen sie ihre Natursteinmühle vor. Auch bei Wiener Brot heißt es: kneten, rollen und falten – gemeinsam wird feiner Kleingebäck gebacken und verkostet. Dazu gibt es Einblicke in die Sauerteig-Produktion und eine Runde durch die Holzofen-Backstube. Die Hofbäckerei Marienhöhe in Bad Saarow bietet eine Bäckereiführung an mit anschließender Brotverkostung.

Nachwuchs herzlich willkommen

Wer einmal in den Beruf des Bäckers hineinschnuppern will, hat während der Woche der offenen Backstuben die beste Gelegenheit die Bäckereifachkräfte direkt zu befragen. Hier gibt es erste Einblicke in persönliche Erfahrungen, Praxis und Vielseitigkeit der Tätigkeiten.

 

Bei den meisten Bäckereien wird um vorherige Anmeldung gebeten, da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.

Zum Programm der Woche der offenen Backstuben.

 

 

 

 

 

Woche der Offenen Backstuben